Archiv | Januar, 2012

Die ganze Welt in kleinen Häppchen

29 Jan

Eigentlich bin ich kein Messe-Fan. Wenn aber Highland Cattle und Alpakas zu sehen sind, dann muss auch ich hin. Am Freitag ging es deshalb zur Internationalen Grünen Woche, der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau.

Einen ganzen Tag lang kann man bei der Internationalen Grünen Woche damit verbringen, sich mit  Gratis-Häppchen aller Herren Länder den Bauch vollzuschlagen.  Bisweilen könnte man dabei meinen, die ganze Welt produziere ausschließlich Käse und Salami. Aber auch Weinproben sind möglich und Obst- und Gemüseschnitze liegen aus. Wer mehr wünscht, kann Lebensmittel natürlich auch kaufen- so etwa Schweizer Schokoladen oder gesunde Biokost. Den einen oder anderen Mitt-Fünfziger hört man dann klagen:  „Früher war die Grüne Woche viel besser – da gab’s noch alles umsonst.“ Heute gibt’s dafür Informationen zu erneuerbaren Energien und biologischer Landswirtschaft. Auch was.

Elvis, das 11jährige Maskottchen vom Alpaka Park.

Zugegeben, das Kängurusteak oder der südafrikanische Pinotage begeistern den Kosmopoliten aus Mitte vermutlich nicht mehr. In Berlin erhält man sowas schließlich das ganze Jahr über. Feierabend-Exotik.  Das persönliche Gespräch mit den Herstellern hingegen ist sehr viel spannender. In der Biohalle gab es beispielsweise sehr leckeres Topinambur-Eis mit Samba zu kaufen.  Und mein ganz persönliches Highlight waren ohnehin die Tiere.

Haus- und Nutztiere, die wirklich zahm sind und sich auch streicheln lassen, erwarten hier die Besucher. Schwarzgepunktete Ferkel und ein zwei Tage altes Lämmchen. Aber auch forsche Alpakas und gemütliche Elche.  Alles zum Anfassen und Bestaunen, Fotografieren und baldigem Wiedersehen im Alpaka Park oder auf der Elch- und Rentierfarm Golz.

Elche zum Streicheln - Brandenburg macht's möglich

Mein Fazit: Wer Gratis-Schlemmen möchte, der ist bei der Food-Promotion im Supermarkt gut genug aufgehoben und braucht  keine 12 Euro Eintritt bezahlen. Wer sich hingegen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau  interessiert und die eine oder andere Frage auf dem Herzen hat, findet auf der Internationalen Grünen Woche eine Anlaufstelle. Dann lohnt sich ein Besuch vor allem unter der Woche, wenn der Andrang noch überschaubar ist. Für dieses Jahr ist die Messe nun leider vorbei – nächstes Jahr kommt sie wieder.

Adressen:

Internationale Grüne Woche, Messegelände Berlin, 2013 18.-27. Januar, geöffnet So-Do 10-18 Uhr und Fr-Sa 10-20 Uhr.

Alpaka Park, Hauptstr. 31, 17291 Nordwestuckermark/ Arendsee.

Elch- und Rentierfarm Th. Golz, Kleptow 29, 17291 Schenkenberg, geöffnet vom 31.05.2012-02.09.2012 Do-so 10-17 Uhr.

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Minigolf reloaded

26 Jan

Ein Sommertag im Jahre 1992: Die Sonne scheint, die Großeltern sind gut zu Fuß. Ein Spaziergang um den Stausee, anschließend eine Partie Minigolf. Danach noch Pommes Rot-Weiß und eine Sprite. Ein Nachmittag, wie er in der Kleinstadt im Bilderbuch steht. Ein wenig piefig, aber doch schön. Berlin muss 20 Jahre später im kalten Winter schon mächtig auftrumpfen, um Einheimische zum Minigolfen zu bewegen. Tut sie auch – nämlich mit der Schwarzlicht-Variante. Und schwuppdiwupp ist in der Stadt, die bereits den kalten Hund und die Eier in Senfsoße aus der Versenkung geholt hat, auch das Minigolfen wieder en vogue.

Man könnte meinen, der Görlitzer Park würde im Winter nur für den Kauf berauschender Substanzen aufgesucht. Das stimmt aber nicht. Denn inmitten dunkler Trauben noch dunklerer Männer, die allerlei illegale Rauschmittelchen feilbieten, befindet sich das beschauliche Parkcafé. Das beherbergt im Untergoss einen Minigolf-Parcours. Einen mit Schwarzlicht-Beleuchtung und bunten, bemalten Wänden, die an eine psychedelische Mischung aus Jugendclub und Tourinepp erinnern. Quietschbunte Blumen, schwimmende Seekühe, glitzernde Meteoriten und – naja- eben das eine oder andere obligatorische Berlin-Motiv: Die Siegessäule, das Brandenburger Tor und den Braunbären im 3D-Effekt.

Und zack! Eingelocht.

Gespielt wird im Team auf insgesamt achtzehn Bahnen in fünf verschiedenen Räumen. Dazu erhält jeder Spieler ein Knicklicht und die dazu passende Ausrüstung, bestehend aus Schläger und Ball. Streng rationiert, da diese offenbar häufig geklaut werden.  Fehlt eigentlich nur noch die Fassbrause in der Hand, aber die braucht man ja zum Spielen.  Die Bahnen sind von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und nur wenige sind wirklich tückisch. Im Hintergrund läuft Musik und die Räume sind beheizt. Nach dem Spiel kann im Parkcafé noch etwas getrunken oder eine Runde gekickert werden.

Die dicke Seekuh schaut zu.

Wer Lust auf eine spontane Partie Schwarzlicht-Minigolf hat, der sollte dafür am besten einen Wochentag wählen. Denn am Wochenende ist es sehr voll und eine Reservierung zwingend nötig. Zwar können sich die Teams auf die verschiedenen Räume verteilen, Wartezeiten sollten jedoch eingeplant werden. Besonders an der Bahn, wo es gilt, den Ball in einem Styroporvulkan zu versenken. Very frustrating! Aber insgesamt ein nettes, circa einstündiges Programm für einen lustigen Abend.

Adresse:

Schwarzlicht-Minigolf-Berlin und Parkcafé, Görlitzer Str. 1, Görlitzer Park, Haus 1, 10997 Berlin-Kreuzberg, geöffnet Mo-Fr 12-22 Uhr und Sa-So 10-22 Uhr.

L’inverno Avanza – Viva La Dolce Vita!

23 Jan

In Berlin wird die Pizza in der Regel vom Türken gebacken. Knusprig dünn, aber irgendwie auch nicht mehr. Original italienische Pizza, die lecker belegt und nicht zu trocken ist, findet man hingegen nur selten. Schließlich wird man im Prenzlberg fündig: ‚A magica backt Pizza nach römischer Art, d.h. mit sehr dünnem Teig und reichlich Belag. Sogar mit Pizzabäcker-Diplom. Klingt albern, hat aber schon den größten Kritiker überzeugt.

Denn der Laden ist am Abend immer brechend voll. Ganz schlicht ist er eingerichtet und verspricht nicht mehr, als er hält. Drin sitzen nicht nur Prenzlberger, sondern vor allem Italiener, die hier eine bessere Pizza genießen, als das in Italien oft möglich ist. Die Stimmung ist stets ausgelassen und der Lärmpegel hoch. Macht aber nichts, denn wer herkommt, ist in der Regel nicht allein, sondern freut sich auf einen gemütlichen Abend mit Freunden. Ganz ohne Eros Ramazzotti und Gianna Nannini.

Gewählt werden kann im ‚A magica zwischen klassischen und ausgefallenen Kreationen, wie etwa der Pizza Principe. Minzpesto, Kirschtomaten, Mozzarella, Auberginen und Pecorino. Ein fetttriefendes Gedicht! Lecker ist auch die Bufalina mit Büffelmozzarella. Auf Wunsch kann die Pizza nach persönlichem Gusto zusammengestellt werden, z.B. wildem Brokkoli oder Taleggio-Käse.  Kriegt man nicht überall und schmeckt alles unheimlich gut. Den krönenden Abschluss eines Abends im ‚A magica bildet dann das hausgemachte Tiramisu.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im „A magica“ ist in Ordnung. Die Pizzen sind groß und reichlich belegt. Der Service ist locker, freundlich (und bisweilen sehr attraktiv :-). Ist eben eine Pizzeria und kein Restaurant. Wegen des starken Andrangs  sollten Tische vorab reserviert werden. Ansonsten können Pizzen auch mit nach Hause genommen werden. Dann kommt man jedoch nicht in den Genuss der Pizzaakrobatik.

Adresse:

‚A magica, Greifenhagener Str. 54, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-Fr 12-24 Uhr und Sa-So 16-24 Uhr.

Törtchen deluxe

19 Jan

Ich liebe die Kunst und das Essen. Wie gut, dass sich bisweilen beides vereinen lässt. Zum Beispiel in der Werkstatt der Süße. Das ist und bleibt mein ungeschlagener Favorit der Törtchenkunst. Jedem, der seinen Schwarm kulinarisch erobern, das Schwiegermutterherz erweichen oder seinen anspruchsvollen Gästen Berlin von seiner besten Seite zeigen möchte, dem rate ich dringend zu einem Besuch in dieser Patisserie!

Ein Törtchen? Oder gleich alle?

Etwas unscheinbar, aber doch immerhin im Kollwitzkiez gelegen ist dieses kleine Café, das vom Patissier Guido Fuhrmann mit essbaren Kunstwerken beliefert wird. Die Lieferung kommt direkt von nebenan und durch eine Glaswand kann man dem bunten Treiben in der Backstube zusehen. Die fertigen Kreationen sind dann in der Auslage zu bestaunen: eine schöner als die andere und eine Entscheidung fällt da nicht leicht. Das Angebot wechselt täglich und saisonal. Die Ingredienzien sind hochwertig, die Kreation sehr ausgeklügelt. Beim Anblick dieser Törtchen gehen einem wirklich die Augen auf!

om nom nom...

Von Le Notre im KaDeWe ist man nach einem Besuch in der Werkstatt der Süße jedenfalls nicht mehr groß beeindruckt. Und die Tarte au chocolat, die ich mir mal im Ritz Carlton für unverschämt viel Geld habe backen lassen, ist dagegen ein schlichtes Lehrlingsstück.

Kürzlich las ich jedoch über die Patisserie Amour fou – der mag ich unbedingt mal eine Chance geben.

Adressen:

Werkstatt der Süße, Husemannstr. 25, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Di-So 10-18 Uhr.

Amour fou, Grimmstr. 24, 10967 Berlin-Kreuzberg, geöffnet Di-Fr 13-19 Uhr und Sa-So 11-19 Uhr.

Einfach,authentisch und gut

15 Jan

Wenn einer mit mir zum Mexikaner will, bin ich erstmal skeptisch: Die Berliner TexMex-Bars servieren fast immer Convenience Food aus der Tüte – und das zu horrenden Preisen. Schmecken tut’s meistens gar nicht oder nach Supermarkt. Und das ist langweilig. Am Nebentisch sitzt der verwöhnte Gaumen, der sonst bei Kentucky Fried und McDonald’s einkehrt, und lobt die gleichbleibende Qualität. Aber das geht auch anders. Berlin macht’s mal wieder möglich.

Authentisch mexikanisch kann man zum Beispiel im Prenzlberg essen. In einem kleinen, unscheinbaren Imbiss. Der heißt Maria Bonita und lockt mit den gleichen Gerichten der TexMex-Karte, nur sind die frisch und selbst zubereitet. So etwa Quesadillas, Tacos, Burritos und würzige Suppen. Wer die Augen nicht ganz weit offen hält, läuft am Maria Bonita vorbei. Und verpasst damit ein kleines, aber feines Angebot zu moderaten Preisen, das sich für Vegetarier und Nichtvegetarier gleichermaßen eignet. Auf laktoseintolerante, glutenallergische, ökemöke und kalorienzählende Brigitte-Diätler aus dem Kiez wird allerdings keine Rücksicht genommen. Denn die Gerichte sind fett, schwer und sündhaft lecker.

Für mexikanisches Essen finde ich die Speisen erstaunlich mild. Das rote und grüne Salsa bekommt man allerdings in zwei Töpfchen dazu gereicht und kann so beliebig nachwürzen. Die hausgemachten Tortilla Chips werden in Öl ausgebacken und schmecken vorzüglich. Mit Bohnenpaste und Käse serviert bieten sie eine gute Grundlage für einen langen Abend im Kiez.

Am besten lässt man sich die leckeren Snacks für Zuhause einpacken , denn das Bistro ist klein und sein Schmuddelambiente nicht wirklich einladend. Die Köche trinken beim Brutzeln gern mal ein Bier und tischen die Speisen mit Plastiktellern auf.  Entweder hat man den Platz neben der Mülltonne vor der Wand oder muss am Fenster frieren. Lediglich im Sommer kann man es sich auf einer der Bänke im Außenbereich gemütlich machen und ein Bier in der Sonne genießen. Aber das ganze Jahr über gilt: Maria Bonita – das lohnt sich!

Adresse:

Maria Bonita, Danziger Straße 33, 10435 Berlin- Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-So 12-23 Uhr.

Koriander gegen Winterblues

10 Jan

Schieb‘ ich den Vorhang beiseite, erwartet mich regennasser Asphalt – seufz! Ich vermisse den richtigen Winter. Wenn die Tannen ihr Schneekleid tragen.  Die milde Variante hingegen ist doof. Denn dunkel bleibt dunkel und Schnee ist immerhin weiß. Und schon beinahe sowas wie  Sommer, Sonne, Exotik.

Letzteres bietet Berlin zum Glück immer. Zumindest in kulinarischer Hinsicht. Da locken die zahlreichen Asiaten mit würzigen Speisen, scharfem Ingwer und süßen Früchten. Mein Highlight an grauen Tagen ist Glasnudelsalat. Denn Zitronengras beruhigt, Koriander macht satt und Chili wärmt von innen. Meine Lieblingsvietnamesen verstehen sich auf diese Kombination ganz ausgezeichnet. Sie rühren für den Salat ein Zucker-Limetten Gemisch an, fügen  gebratenes Tofu hinzu, streuen Chili mit ein und garnieren ihre Kreation dann mit ein paar Erdnüssen. So entsteht ein simples und leckeres Gericht.

Einen sehr frischen Glasnudelsalat bekommt man im Monsieur Vuong. Der Laden ist immer proppenvoll und dafür zahlt man auch gleich ein paar Euro mehr. Wenn man zum Glasnudelsalat noch einen Himbeersmoothie bestellt, fühlt man sich anschließend zu jedem Abenteuer bereit. Der Salat ist zwar nahrhaft, stopft jedoch nicht. Die ideale Mahlzeit für Figur- und Gesundheitsbewusste. Oder  solche, die nach dem Essen nicht todmüde ins Bett fallen möchten.

Eingelegte Fascinosa schmücken die Wände des Cô Cô - bánh mì deli

Lecker und etwas günstiger ist der Salat im Sytu. Der Laden befindet sich auf der Prenzlauer Allee und wird mittags von den Nerds der umliegenden Start Ups bevölkert. Das Essen ist gut und die Bedienung sehr freundlich. Nicht zu verwechseln allerdings mit dem Imbiss nebenan. Der wird zwar ebenfalls gut besucht, allerdings nur, wenn im Sytu kein Platz mehr frei ist. Ein Ingwertee mit Honig zum Glasnudelsalat und schon kann es draußen in Strömen Regen. Drinnen bleibt’s warm und freundlich.

Auch Fam. Dang am Rosenthaler Platz serviert den vietnamesischen Klassiker. Mich beschleicht das Gefühl, das ist Kochen für Dummies. Denn dieses Gericht schmeckt – wenn es auf der Karte steht-  nahezu überall gleich. Es ist simpel und  gleichzeitig lecker.  Das Fam. Dang besticht jedenfalls durch die quadratische Bar in der Mitte des Raumes. Macht sich sehr schön und lädt zum ausgiebigen Verweilen ein. Eine weitere Dependance findet sich in Moabit.

Die Fusion Food Variante des vietnamesischen Salatklassikers gibt’s schließlich im Cô Cô – bánh mì deli auf Baguette. Nette Idee und schlecht schmeckt es nicht. Mit 4,50 Euro pro Baguette allerdings auch ein stolzer Preis und eher was für Eilige. Denn wer zum gleichen Preis einen Salat für die Seele bekommen kann, verzichtet doch gerne auf  ein labriges Stück Weißbrot.

Adressen:

Monsieur Vuong, Alte Schönhauser Str. 46,  10119 Berlin-Mitte, geöffnet täglich von 12-24 Uhr.

Sytu, Prenzlauer Allee 226, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-Fr 11:30-23:30 Uhr und Sa-So 12-24 Uhr.

Fam Dang, Torstr. 125, 10119 Berlin-Mitte, geöffnet täglich 12-24 Uhr.

Cô Cô – bánh mì deli, Rosenthaler Str.2, 10119 Berlin-Mitte, Mo-Do und So 11-22 Uhr und Fr-Sa 11-24 Uhr.

Altbewährtes aus Kindertagen

7 Jan

Die Zeit anhalten, dem Wandel trotzen.  In Charlottenburg scheint das zu gehen. Da war früher vieles, wie’s heute ist. Kulinarische Perlen ohne jegliche Prätention. Solche Traditionsrestaurants sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Dort findet man gleichbleibende Qualität und guten Service. Dort dinieren kiezverbunde Stammgäste und Touristen trifft man nur selten.

So befindet sich in der Kanstraße  das Portofino, Berlins älteste Pizzeria. Noch immer versüßen einem dort die an der Wand befestigten Autogramme längst vergessener Seriensternchen das Warten, während der Bäcker den Teig durch die Luft wirbelt. Auf dem Kudamm gibt es die Schildkröte. Der frühere „Hühner-Hugo“ erfreut Berliner seit 1936 mit deftigen Speisen. Touris gibt es hier ebenfalls, allerdings nur Japaner und Norweger. Die wetteifern im Herunterschlingen von Eisbein,  Ente oder warmen Apfelbeignes mit Vanillesauce. Auch hier lächelt die Prominenz vergangener Tage von der Wand.

Kürzlich entdeckte ich jedoch den König unter den schmuddelschicken Traditionsrestaurants. Der Grieche Ach!Niko Ach! ist zwar erst in den süßen Zwanzigern, versprüht jedoch einen Charme wie die alten: Kitschige Deko, üppige Portionen und dazu Ouzo in rauhen Mengen! Das Essen schmeckt gut, auch wenn man sich danach nicht mehr unter Leute traut. Knoblauchbrot und Tzatziki waren ausgezeichnet und nach dem einen oder anderen Schnaps tanzte das ganze Lokal zur griechischen Live Musik durch den Raum. Das macht riesigen Spaß! Vor allem Griechen kehren im Ach!Niko Ach! ein, wodurch es authentisch ist undnicht langweilig wird. Und klar, auch hier schmücken Lindensträßler und Schlagerstars die Lokalwände.

Das Ach!Niko Ach! liegt direkt auf dem Kudamm und ist leicht zu finden. Das Essen ist günstig – sofern  man sich die Reste einpacken lässt und ein Wochende davon zehrt. Denn bei den Riesenportionen ist das ohne Weiteres möglich.

Adressen:

Pizzeria Portofino, Kantstr. 63, 10627 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich von 12-24 Uhr.

Schildkröte, Kurfürstendamm 212, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Ach!Niko Ach!, Kurfürstendann 97-98, 10709 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich ab 11 Uhr bis der letzte Gast geht.