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Rohköstliches

13 Aug

Wer meint, fleischfrei sei langweilig und könne keine geschmackliche Tiefe erreichen, der hat wohl noch keine Rohkost probiert. Rohkost, das ist frische, unerhitzte Nahrung pflanzlicher Herkunft. Und die löst nicht selten regelrechte Geschmacksexplosionen in meinem Mund aus und das befriedigende Gefühl, mir gerade etwas verdammt Gutes zu tun. Leider begegnet man Rohköstlichkeiten nur sehr, sehr selten in unserer Hauptstadt.

Alljährlich findet im Berliner Freizeit- und Erholungszentrum FEZ z.B. die Rohkostmesse Rohvolution statt. Und jedesmal staune ich über die Menschen, die sich dort mit Turbomixern und -heckslern ausstatten lassen, um selber rohe Delikatessen zuzubereiten. Zum Glück finden sich auf auf dieser Messe auch immer genug Stände, an denen das eine oder andere Gericht probiert werden kann: So etwa Fruchtleder-Wraps mit Gurkenspagetti und Cashewnusscreme gefüllt oder aus Nüssen und Trockenobst gefertigte Törtchenböden, welche mit milchfreier Schokokrem gefüllt sind. Grüne Smoothies, deftige Kaltschalen und allein durch Trockenobst gesüßte Schokoladen gehören ebenfalls dazu. Und wer beim Schlemmen Blut geleckt hat, der kann an einem der Koch- und Ernährungsworkshops teilnehmen.

Die Rohvolution findet jährlich in Berlin (und anderen Orten) statt – das Goodies hingegen offeriert ganzjährig neben veganen und vegetarischen Torten und Kuchen auch rohköstliche Varianten. Mindestens ein Gebäckstück ist immer Rohkost. Ebenso werden diverse Smoothies angeboten, die mittlerweile auch fertig verpackt für den heimischen Gebrach angeboten werden. Ein Smoothie oder aber ein feines Rohkosttörtchen (stets gekennzeichnet mit RAW, z.B. RAW Himbeer Fudge Cakes)  runden ein herzhaftes Mittagessen ab, welches im Goodies stets in Form zweier wechselnder Suppensorten angeboten wird. Darüber hinaus sind auch Wrap und Salate erhältlich. Warme Getränke können mit Milch oder Pflanzenmilch zubereitet werden. Das Café ist mittlerweile vielerorts in Berlin vertreten, so etwa in den Veganz-Filialen, im Globetrotter-Store oder aber am Schlachtensee.

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Meine Funky Hazelnut-Torte

Auch die gehobene vegane Küche setzt mittlerweile auf Rohkost. So etwa serviert auch La Mano Verde im schönen Charlottenburg rohköstliche Häppchen zu beinahe fairen Preisen. Man speist hier wirklich gut. Wüsste man nicht um die vegane Zubereitung des Kochs, würde man dies nicht vermuten. Das hat natürlich auch seinen Preis, der um die Mittagszeit und folglich zum Mittagstisch jedoch etwas günstiger ist.

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Ein feines Schaumsüppchen mit rosa Pfeffer und Kresse

Mein Fazit: Rohkost ist vielfältig und schmeckt dazu wunderbar leicht und gesund. Allein der Preis für dergestaltige Köstlichkeiten ist oft sehr hoch. Zum Glück halten mittlerweile auch Biomärkte Rohkostprodukte wie RAW Schokoriegel und Kokosbällchen mit Nüssen und  Dattelsüße bereit.

Adressen:

FEZ Berlin, Rohvolution, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin.

Goodies, u.a. Warschauer Straße 69, 10243 Berlin, geöffnet Mo-Fr 7-20 Uhr und Sa und So 9-20 Uhr.

La Mano Verde, Kempinski Plaza, Uhlandstraße 181-183, 10623 Berlin, geöffnet Mo-Sa12-17 Uhr und 18-23 Uhr.

Gewissenhaft gebruncht

7 Aug

Auch wenn Brunchen in Berlin mittlerweile nur noch mit Voranmeldung geht und Spontaneität mit einem „Nächste Woche hamwa noch wat frei!“ quittiert wird, so liebe ich doch das stundenlange gemütliche Beisammensitzen vor einer Riesenauswahl kalter und warmer Köstlichkeiten. Nur wenige Hauptstadtbrunches jedoch sind exquisit – zwei davon mag ich nun vorstellen. Und beide sind – welch Freude für bewusste Genießer! – vegan.

Meinen derzeitiger Lieblingsbrunch bietet zweifelsohne das Veganz. Ihr wisst schon, das vegane Foodstore aufm Prenzlauer Berg. Neben Kochkursen findet hier sonntäglich ein tierproduktefreier Brunch statt. Und zwar mit allem, was das Feinschmeckerherz begehrt: Leckere Müslis zu diversen Pflanzenmilchsorten, rohköstliche Schnittchen, frische Salate mit pfiffigen Dressings und eine kleine, aber feine Auswahl an Nachspeisen. Das Angebot wechselt und Wasser wird gratis gereicht. Wer Lust auf Kaffee, Tee oder Saft hat, der kann sich im ebenfalls unter dem Dache des Veganz befindlichen Goodies ein passendes Getränk zubereiten lassen. Die Auswahl an Speisen ist wirklich sehr reichhaltig.

Gebruncht werden kann entweder im Zeitraum von 10-13 Uhr oder von 13 bis 16 Uhr. Eine Reservierung ist zu empfehlen. Einfach eine E-Mail ans Veganz schicken und auf die Bestätigung warten. Dann an der Kasse der Filiale für 14,90 Euro pro Person ein farbiges „All inclusive“-Bändchen abholen und schon darf losgefuttert werden. Aber Achtung – gebruncht werden kann nur im Prenzlauer Berg und nicht in der Friedrichshainer Dependance!

Während im Veganz ein wenig experimentiert wird, setzt das Kopp’s dagegen auf Altbekanntes. Gutbürgerliche Speisen werden hier aufgetischt – allerdings sämtlichst vegan. So wird etwa veganes Rührei angeboten zu tierproduktfreiem Kartoffelgratin und knackigen Salaten. Desserts wie Pfannkuchen mit Preiselbeeren runden das Ganze ab. Neben dem Brunch kann hier übrigens auch ganz konventionell a la Carte zu Mittag oder zu Abend gespeist werden – Erzählungen zufolge auf hohem Niveau.

Brunchen kann man im Kopp’s nicht nur sonntags, sondern auch samstags von 9:30 bis 16 Uhr.  Auch freitags findet ein kurzer, 45-minütiger  „Business-Brunch“ statt. Der Wochenend-Brunch kostet 12,50, wobei Getränke extra berechnet werden.

Sowohl das Veganz als auch das Kopp’s kann ich des Essens wegen uneingeschränkt empfehlen. Abstriche müssen lediglich beim Ambiente gemacht werden, denn so richtig gemütlich ist keines der beiden. Aber mit der passenden Begleitung kann man darüber doch getrost hinwegsehen.

Adressen:

Veganz, Schivelbeiner Straße 34, 10439 Berlin,  sonntags von 10 bis 13 Uhr und 13 bis 16 Uhr.

KOPPS Bar & Restaurant, Linienstraße 94, 10115 Berlin, samstags und sonntags 9:30 bis 16 Uhr.

Einfach und gut.

25 Dez

Knapp verpasst ist doch vorbei: Angeblich soll Moabit den Wedding im Rennen um den next big Kiez ausgestochen haben. Schade eigentlich, denn schaut man sich an, was seit geraumer Zeit im Sprengelkiez so aus dem Boden schießt, dann dürfte es sich zumindest kulinarisch immerhin um ein Kopf-an-Kopf-Rennen handeln. Denk‘ doch mal, im Wedding gibt’s jetzt sogar Koreanisch! Ganz klein, aber dafür richtig gut.

Auf der Tegeler Straße befindet sich in einem winzigen Kellerladen ein koreanisches Bistro mit Namen Shikgoo. Der Laden ist winzig und doch haben die Besitzer es doch irgendwie geschafft, neben den bodennahen asiatischen Sitzgruppen einen kleinen Lebensmittelvorrat zum Kauf anzubieten: Seetang- und Krabbenchips, Banana Pancakes und ähnliche Snacks für Fernwehkranke und Probierfreudige. Zum Einkaufen dürften jedoch die wenigsten den Laden betreten. So verlockt  der aus der Küche strömende Duft vielmehr zum Verweilen, zumindest mal bei einer Tasse Tee. Denn Teespezialitäten werden eine ganze Reihe angeboten, ebenso wie typisch koreanische Küche, die es sich zu probieren lohnt. Zugegeben, selbige hat ja den Ruf, ein wenig geschmacksärmer als andere Vertreterinnen des asiatischen Raumes zu sein. Einige landestypische Gerichte lassen mir jedoch das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Mandu gefällig?

Mandu gefällig?

Auf der Karte des Shikgoo stehen zum Beispiel Mandu. Das sind mit Fleisch gefüllt Teigtaschen, ähnlich wie italienische Tortellini oder türkische Manti. Gebraten als Snack für zwischendurch oder als Suppe für moderate 7,50 Euro. Dazu bekommt man einen hübsch angerichteten Vorspeisenteller, der im Preis inbegriffen ist und folgendes aufweist: Ein Hauch von Salat, lecker gewürztes Kimchi (milchsäuregegorenes Kohlgemüse) und angebratenen Tofu in Sojasauce. Alternativ gibt es noch weitere Klassiker wie etwa Bibimbap (Gemüsereis mit Ei) und Nachspeisen. Die Kombination aus Vorspeise und Hauptgang macht definitiv satt. Ein Tässchen grünen Tee und ein Schwätzchen mit dem Koch machen den Besuch dann rund. Für mich steht fest: Ins Shikgoo komm ich sicher wieder.

Adresse:

Shikgoo, Tegeler Straße 27, 13353 Berlin, geöffnet Mo – Sa: 12:00 – 22:00 (Küche geöffnet bis 21 Uhr).

Totally Thai

25 Dez

Thai Currys sind gesund. Knackiges Gemüse, würzige Schärfe und cremige Kokosmilch sorgen für den ultimativen Gaumenkitzel in Rot, Grün oder Gelb. Und weils auch vegetarisch so lecker mit Tofu schmeckt, futtere ich mich schon seit Monaten durch die Thaiküchen Berlins. Dabei habe ich zwei Lokalitäten entdeckt, die ich wärmstens empfehlen würde:

Die erste dürfte den meisten bekannt sein: Das Papaya ist eine sich durch einige Bezirke Berlins fädelnde Kette. Mein Favorit ist die Dependance auf der Kantstraße. Dort kommt das Curry im Topf und köchelt auf einem Stövchen. Der Schärfegrad liegt bei Mittel, kann aber auf Wunsch variiert werden. Vegetarische Varianten halten sich in Grenzen, Fleischesser hingegen haben die Qual der Wal. Und wer mal gar keine Lust auf ein Curry hat, der kann frisches Gemüse, Tofu und Neuhlandfleisch auch angebraten in schmackhaften Kreationen genießen. Eine Reihe von Vorspeisen runden das Ganze ab und wenn einer auf Thai Snacks und Süßspeisen vor dem heimischen Fernseher steht, dann kann er diese auch für Zuhause erwerben.  Vom Ambiente her ist das Lokal schlicht, aber freundlich eingerichtet. Etwas schicker ist der Ableger in Schöneberg, dafür steigt hier allerdings auch das Preisniveau. Falls Interesse für Hochzeiten oder Empfänge mit Thaihäppchen besteht: Neben dem Restaurantbetrieb wird auch gecatert.

Rotes Curry aufm Stövchen

Rotes Curry aufm Stövchen

Weniger zentral, dafür geschmacklich on top ist das Good Time in Zehlendorf. Direkt am S-Bahnhof gelegen kann man hier neben thailändischen Currys auch noch indonesische Speisen wie Gado Gado probieren. Die Preise sind hoch, weshalb das Mittagsangebot zu beachten ist: Für etwa 10 Euro bekommt man neben einem Hauptgang auch noch eine Vorspeise serviert: etwa ein knackiger Salat mit Mango Dressing oder eine krossgebackene Frühlingsrolle mit schickem Dekor. Auch die sonst hochpreisigen Fruchtcocktails erhält man um die Mittagszeit reduziert: Der Goodtime Flip, bestehend aus Orange, Mango und Honigmelone landet als wahres Kunstwerk auf dem Tisch und mundet vorzüglich. Eine zweite Goodtime Filiale befindet sich in Mitte, ausprobiert habe ich sie aber noch nicht.

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Vorspeise mit Goodtime Flip

Adressen:

Papaya, Kantstraße 122, 10625 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich von 12 bis 23 Uhr.

Goodtime, Teltower Damm 46, 14167 Berlin, geöffnet täglich von 12 bis 24 Uhr.

Samstags, wenn Markt ist…

27 Feb

… dann zieht’s alle Welt auf den Winterfeldt-Platz. Jung und Alt drängen sich an Obst-, Gemüse- und Feinkosthändlern vorbei – nicht ohne das eine oder andere angebotene Häppchen zu probieren. Sie verweilen an Ständen, die Handgestricktes und Holzspielzeug verkaufen und genießen anschließend ihr Schlemmerpäuschen mit Lammbratwurst, Tiramisu oder Flammkuchen.

Über den Winterfeldt-Markt schlendern macht Spaß – und hat mich zum schnuckligsten Schokoladenstand der Stadt geführt. Pralinen mit Würze nennen die netten Verkäufer selbstgefertigter Köstlichkeiten ihre Kreationen. Die sind alles andere als 08/15:  Matcha-Tee, Lavendel, Rose und mehr werden mit besten Tröpfchen zu kleinen Geschmacksfeuerwerken verfeinert, die auf der Zunge zergehen.

Da sind sie, unter der Haube...

Die schokoladigen Seelenschmeichler sind  einzeln oder in der Pralinenstange erhältlich. Die lässt sich prima verschenken, sollte jedoch nicht auf Vorrat gekauft werden. Denn bei den Pralinen mit Würze handelt es sich um Frischpralinen, die am leckersten beim Verzehr vor Ort schmecken. Süßmäuler, die auch an Werktagen die reichhaltigen Pralinen genießen möchten, finden die abgepackten Pralinenstangen  in einer nahegelegenen Buchhandlung zum Verkauf. Deren Name ist mir leider entfallen. Die netten Verkäufer auf dem Wintefeldt-Markt helfen euch aber garantiert gern auf die Sprünge.

Dick machen die Pralinen übrigens nicht. Wer 2 Euro pro Stück bezahlt, kommt überhaupt nicht erst auf die Idee, zu hamstern. 😉

Adresse:

Winterfeldt Markt, Winterfeldt-Platz, 10781 Berlin, geöffnet mi von 8-14 Uhr und Sa 8-16 Uhr.

Orientalische Alternative zum Winter

20 Feb

Der gemeine Sonntags-Brunch in Berlin: Entweder greift man dafür ganz tief in die Tasche oder man geht  Kompromisse ein. Immerhin sind die Charcuterie-Spezialitäten im Ritz-Carlton fast einen halben Tunesien-Urlaub Wert. Wem das für ein spätes Frühstück übertrieben erscheint, dem bleibt leider nur die günstige Konkurrenz. Mit 8,50 Euro 12,50 Euro ist man im Prenzlberg dabei und kann so viele Tiefkühlkroketten und dänischen Mozzarella auf den Teller laden wie man möchte. Will man aber meistens gar nicht.

Zum Glück muss man nicht überall in Berlin so oll brunchen. Im Qadmous zum Beispiel stehen Qualität und Quantität durchaus nicht im Widerspruch zueinander. Das libanesische Restaurant am Friedrichshain bietet Köstlichkeiten aus der arabischen Welt – im Sommer gern auch mit Nargileh hinterher oder einem Tässchen arabischen Sandmokkas. Das Restaurant wird daher  gern von Arabern besucht und bietet auch  spontanen Gästen ohne Reservierung immer noch ein Plätzchen an.

Den Brunch gibt es das ganze Jahr über. Er beinhaltet verschiedene Mezze (Vorspeisen), aber auch warme Gerichte sowie Desserts. Vegetarier kommen mit Tabouleh, Hummus und Baba Ganoush (eine rauchige Auberginencreme)  auf ihre Kosten. Auch in Joghurt eingelegtes Gemüse und Teigtäschchen mit Käse, Zwiebeln oder Hack werden angeboten. Die Auswahl ist riesig und nimmt auch gegen Nachmittag gar nicht ab. Beim Nachtisch kann man zwischen Ris Bil Halib (Milchreis mit Rosenwasser), Schoko-Vanille-Pudding mit Keksboden und frischem Obst wählen.

Einst war der Brunch mit 8,50 Euro phänomenal günstig. Das muss dem Besitzer wohl aufgefallen sein, denn beim letzten Besuch zahlte ich stolze 13 Euro. Was für ein Preisaufschlag! Sicherlich angemessen für die Qualität und doch hinterlässt ein so krasser Preisanstieg ein komisches Gefühl. Irgendwie schade… Aber –  Qadmous bleibt mein ungeschlagener Brunch-Favorit. Heißt, ich werde wiederkommen. Denn Käse und Wurst aus der Packung gibt’s auch Zuhause.

Adresse:

Qadmous, Am Friedrichshain 1, 10407 Berlin-Friedrichshain.

No milk today

18 Feb

Berlin ist ein wahres Allergikerparadies. Hier gibt es Abgase statt Pollen und auch Lebensmittelempfindliche müssen in der Hauptstadt auf nichts verzichten. Zahlreiche Restaurants und Cafés haben sich mit Zivilisationskrankheiten wie Laktoseintoleranz perfekt arrangiert und bieten nun milcheiweiß- oder glutenfreie Köstlichkeiten an.

Im Vöner beispielsweise kann man das inoffizielle Lokalgericht Döner ganz ohne Fleisch und Milchprodukte genießen. Verwendet werden dafür biologisch angebaute Zutaten.  Statt Sauce aus der Tube gibt es Tahin oder Tomaten-Chili. Die Pommes  stammen vom anthroposophischen Demeter-Hof. Und auch wenn die Bionade nun Dr. Oetker gehört, so kommt sie hier immer noch gerne auf den Tisch. Alles bio, vegetarisch oder vegan und von waschechten Wagenburgern serviert. Und darüber hinaus auch noch wirklich  lecker.

Nur Vöner macht schöner. Döner macht doof.

Maja’s Deli hingegen bietet noch ein wenig mehr Varianz. Hier wechseln die Gerichte täglich von Dinkelenchiladas über Chili sin carne bis hin zu würzigen veganen Currys. Zum Nachtisch gibt’s selbstgebackene Kuchen, Muffins oder auch Eis. Preislich orientieren sich die Speisen am umliegenden Mittagstisch-Angebot. Geschmacklich sind sie bisweilen durchaus raffiniert.

Wem nicht Milchprodukte, sondern Weizenmehl Probleme bereitet, der muss im Simela nicht auf Pizza verzichten. Angeboten werden hier Weizen-, Dinkel-  wie auch Buchweizenpizzen mit fettem Belag. Gegessen werden kann vor Ort im stylishen Ambiente, Mitnehmen geht aber auch. Der einzige Wermutstropfen dabei ist der Preis. Der ist auch für frische und hochwertig belegte Pizza zu hoch und macht das Pizzaschlemmen für Glutenallergiker leider eher zur Ausnahme als zur Regel.

Zuletzt sei noch ein Brunch erwähnt, an dem Milcheiweißallergiker ihre Freude haben könnten. Im Café Morgenrot, einer kollektiv betriebenen trashig-charmanten Butze, wird freitags, samstags und sonntags ab 11 Uhr ein vegetarisch-veganer Brunch aufgetischt. Jeder zahlt so viel er mag und das Angebot ist gar nicht schlecht.  Leider scheint der vegetarisch-vegane Brunch wohl konkurrenzlos in der Stadt zu sein, weswegen es gerade an Sonntagen oft brechend voll ist. Das kann dann leicht nerven. Aber Schlange stehen gehört eben zum Kommunismus dazu…

Adressen:

Vöner, Boxhagener Straße 56, 10245 Berlin-Friedrichshain, geöffnet Mo-Do 12-23 Uhr, Fr-Sa 12-0:00 Uhr und So von 12-23 Uhr.

Maja’s Deli, Pappelallee 11, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet nach Lust und Laune.

Simela, Kantstr. 146, 10623 Berlin-Charlottenburg, Mo-Sa 12-1Uhr und So 14-23 Uhr.

Café Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnetDi-Do 12-1 Uhr, Fr-Sa 11-3 Uhr und So 11-1 Uhr. Montag ist Ruhetag.