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Einfach und gut.

25 Dez

Knapp verpasst ist doch vorbei: Angeblich soll Moabit den Wedding im Rennen um den next big Kiez ausgestochen haben. Schade eigentlich, denn schaut man sich an, was seit geraumer Zeit im Sprengelkiez so aus dem Boden schießt, dann dürfte es sich zumindest kulinarisch immerhin um ein Kopf-an-Kopf-Rennen handeln. Denk‘ doch mal, im Wedding gibt’s jetzt sogar Koreanisch! Ganz klein, aber dafür richtig gut.

Auf der Tegeler Straße befindet sich in einem winzigen Kellerladen ein koreanisches Bistro mit Namen Shikgoo. Der Laden ist winzig und doch haben die Besitzer es doch irgendwie geschafft, neben den bodennahen asiatischen Sitzgruppen einen kleinen Lebensmittelvorrat zum Kauf anzubieten: Seetang- und Krabbenchips, Banana Pancakes und ähnliche Snacks für Fernwehkranke und Probierfreudige. Zum Einkaufen dürften jedoch die wenigsten den Laden betreten. So verlockt  der aus der Küche strömende Duft vielmehr zum Verweilen, zumindest mal bei einer Tasse Tee. Denn Teespezialitäten werden eine ganze Reihe angeboten, ebenso wie typisch koreanische Küche, die es sich zu probieren lohnt. Zugegeben, selbige hat ja den Ruf, ein wenig geschmacksärmer als andere Vertreterinnen des asiatischen Raumes zu sein. Einige landestypische Gerichte lassen mir jedoch das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Mandu gefällig?

Mandu gefällig?

Auf der Karte des Shikgoo stehen zum Beispiel Mandu. Das sind mit Fleisch gefüllt Teigtaschen, ähnlich wie italienische Tortellini oder türkische Manti. Gebraten als Snack für zwischendurch oder als Suppe für moderate 7,50 Euro. Dazu bekommt man einen hübsch angerichteten Vorspeisenteller, der im Preis inbegriffen ist und folgendes aufweist: Ein Hauch von Salat, lecker gewürztes Kimchi (milchsäuregegorenes Kohlgemüse) und angebratenen Tofu in Sojasauce. Alternativ gibt es noch weitere Klassiker wie etwa Bibimbap (Gemüsereis mit Ei) und Nachspeisen. Die Kombination aus Vorspeise und Hauptgang macht definitiv satt. Ein Tässchen grünen Tee und ein Schwätzchen mit dem Koch machen den Besuch dann rund. Für mich steht fest: Ins Shikgoo komm ich sicher wieder.

Adresse:

Shikgoo, Tegeler Straße 27, 13353 Berlin, geöffnet Mo – Sa: 12:00 – 22:00 (Küche geöffnet bis 21 Uhr).

Totally Thai

25 Dez

Thai Currys sind gesund. Knackiges Gemüse, würzige Schärfe und cremige Kokosmilch sorgen für den ultimativen Gaumenkitzel in Rot, Grün oder Gelb. Und weils auch vegetarisch so lecker mit Tofu schmeckt, futtere ich mich schon seit Monaten durch die Thaiküchen Berlins. Dabei habe ich zwei Lokalitäten entdeckt, die ich wärmstens empfehlen würde:

Die erste dürfte den meisten bekannt sein: Das Papaya ist eine sich durch einige Bezirke Berlins fädelnde Kette. Mein Favorit ist die Dependance auf der Kantstraße. Dort kommt das Curry im Topf und köchelt auf einem Stövchen. Der Schärfegrad liegt bei Mittel, kann aber auf Wunsch variiert werden. Vegetarische Varianten halten sich in Grenzen, Fleischesser hingegen haben die Qual der Wal. Und wer mal gar keine Lust auf ein Curry hat, der kann frisches Gemüse, Tofu und Neuhlandfleisch auch angebraten in schmackhaften Kreationen genießen. Eine Reihe von Vorspeisen runden das Ganze ab und wenn einer auf Thai Snacks und Süßspeisen vor dem heimischen Fernseher steht, dann kann er diese auch für Zuhause erwerben.  Vom Ambiente her ist das Lokal schlicht, aber freundlich eingerichtet. Etwas schicker ist der Ableger in Schöneberg, dafür steigt hier allerdings auch das Preisniveau. Falls Interesse für Hochzeiten oder Empfänge mit Thaihäppchen besteht: Neben dem Restaurantbetrieb wird auch gecatert.

Rotes Curry aufm Stövchen

Rotes Curry aufm Stövchen

Weniger zentral, dafür geschmacklich on top ist das Good Time in Zehlendorf. Direkt am S-Bahnhof gelegen kann man hier neben thailändischen Currys auch noch indonesische Speisen wie Gado Gado probieren. Die Preise sind hoch, weshalb das Mittagsangebot zu beachten ist: Für etwa 10 Euro bekommt man neben einem Hauptgang auch noch eine Vorspeise serviert: etwa ein knackiger Salat mit Mango Dressing oder eine krossgebackene Frühlingsrolle mit schickem Dekor. Auch die sonst hochpreisigen Fruchtcocktails erhält man um die Mittagszeit reduziert: Der Goodtime Flip, bestehend aus Orange, Mango und Honigmelone landet als wahres Kunstwerk auf dem Tisch und mundet vorzüglich. Eine zweite Goodtime Filiale befindet sich in Mitte, ausprobiert habe ich sie aber noch nicht.

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Vorspeise mit Goodtime Flip

Adressen:

Papaya, Kantstraße 122, 10625 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich von 12 bis 23 Uhr.

Goodtime, Teltower Damm 46, 14167 Berlin, geöffnet täglich von 12 bis 24 Uhr.

Mit der M8 nach Vietnam

26 Feb

In Lichtenberg und Marzahn wohnen bekanntlich viele Asiaten. Kein Wunder also, dass sich dort auch ein riesiger, vietnamesischer Großmarkt befindet. Das Dong Xuan Center.

Im Dong Xuan Center taucht man ein in eine andere Welt. Ein Schnäppchenparadies aus Hühnerfüßen, Plastik und modellierten Nägeln. Denn neben Kleidung, Klumpasch und Lebensmitteln bieten auch Friseure, Nagelstudios und Fahrschulen ihre Dienste an. Anzutreffen sind größtenteils Asiaten, aber auch für die Marzahner Großfamilie oder das studentische Paar lohnt sich ein Ausflug. Denn die Produke sind unschlagbar günstig, sofern man sich aufs Handeln versteht. Und wenn schon keine High Qualtity Marken, dann findet man doch immerhin sehr originelle Sücke.

Wer’s gern trashig und glitzernd mag, der wird im vietnamesischen Großmarkt  fündig. Die winkende Glückskatze gibt es in zahllosen Größen und Farben, ebenso Porzellan, Kimonos und Lederwaren. Reiskocher und Samoware, Frischfisch und exotische Obstgiganten sind außerdem im Angebot. Für den kleinen Hunger zwischendurch locken vietnamesische Restaurants mit Pho-Suppen, Frosch- und Hühnerbeingerichten. Die Kommunikation ist zwar schwierig und eine vegetarische Bestellung sehr nervenzehrend, schmecken tut es aber durchaus.

Innerhalb von 4 Stunden konnte ich mir 2 1/2  der insgesamt 8 Hallen ansehen. Das klingt schon nach viel, soll aber in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Denn für die Gegend ums Dong Xuan Center ist für die Zukunft ein asiatisches Zentrum für Handel, Kultur und Tourismus geplant. Asia Town nach dem New Yorker China Town Vorbild. Ein Hauch Exotik in der Lichtenberger Betonwüste. Da werden die Rechten große Augen mahen. Ich bin gespannt.

Adresse:

Dong Xuan Center, Herzbergstraße 128 – 139, 10365 Berli, geöffnet Mo 11 – 20 Uhr, Di geschlossen, Mi-So 11 – 20 Uhr.

Koriander gegen Winterblues

10 Jan

Schieb‘ ich den Vorhang beiseite, erwartet mich regennasser Asphalt – seufz! Ich vermisse den richtigen Winter. Wenn die Tannen ihr Schneekleid tragen.  Die milde Variante hingegen ist doof. Denn dunkel bleibt dunkel und Schnee ist immerhin weiß. Und schon beinahe sowas wie  Sommer, Sonne, Exotik.

Letzteres bietet Berlin zum Glück immer. Zumindest in kulinarischer Hinsicht. Da locken die zahlreichen Asiaten mit würzigen Speisen, scharfem Ingwer und süßen Früchten. Mein Highlight an grauen Tagen ist Glasnudelsalat. Denn Zitronengras beruhigt, Koriander macht satt und Chili wärmt von innen. Meine Lieblingsvietnamesen verstehen sich auf diese Kombination ganz ausgezeichnet. Sie rühren für den Salat ein Zucker-Limetten Gemisch an, fügen  gebratenes Tofu hinzu, streuen Chili mit ein und garnieren ihre Kreation dann mit ein paar Erdnüssen. So entsteht ein simples und leckeres Gericht.

Einen sehr frischen Glasnudelsalat bekommt man im Monsieur Vuong. Der Laden ist immer proppenvoll und dafür zahlt man auch gleich ein paar Euro mehr. Wenn man zum Glasnudelsalat noch einen Himbeersmoothie bestellt, fühlt man sich anschließend zu jedem Abenteuer bereit. Der Salat ist zwar nahrhaft, stopft jedoch nicht. Die ideale Mahlzeit für Figur- und Gesundheitsbewusste. Oder  solche, die nach dem Essen nicht todmüde ins Bett fallen möchten.

Eingelegte Fascinosa schmücken die Wände des Cô Cô - bánh mì deli

Lecker und etwas günstiger ist der Salat im Sytu. Der Laden befindet sich auf der Prenzlauer Allee und wird mittags von den Nerds der umliegenden Start Ups bevölkert. Das Essen ist gut und die Bedienung sehr freundlich. Nicht zu verwechseln allerdings mit dem Imbiss nebenan. Der wird zwar ebenfalls gut besucht, allerdings nur, wenn im Sytu kein Platz mehr frei ist. Ein Ingwertee mit Honig zum Glasnudelsalat und schon kann es draußen in Strömen Regen. Drinnen bleibt’s warm und freundlich.

Auch Fam. Dang am Rosenthaler Platz serviert den vietnamesischen Klassiker. Mich beschleicht das Gefühl, das ist Kochen für Dummies. Denn dieses Gericht schmeckt – wenn es auf der Karte steht-  nahezu überall gleich. Es ist simpel und  gleichzeitig lecker.  Das Fam. Dang besticht jedenfalls durch die quadratische Bar in der Mitte des Raumes. Macht sich sehr schön und lädt zum ausgiebigen Verweilen ein. Eine weitere Dependance findet sich in Moabit.

Die Fusion Food Variante des vietnamesischen Salatklassikers gibt’s schließlich im Cô Cô – bánh mì deli auf Baguette. Nette Idee und schlecht schmeckt es nicht. Mit 4,50 Euro pro Baguette allerdings auch ein stolzer Preis und eher was für Eilige. Denn wer zum gleichen Preis einen Salat für die Seele bekommen kann, verzichtet doch gerne auf  ein labriges Stück Weißbrot.

Adressen:

Monsieur Vuong, Alte Schönhauser Str. 46,  10119 Berlin-Mitte, geöffnet täglich von 12-24 Uhr.

Sytu, Prenzlauer Allee 226, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-Fr 11:30-23:30 Uhr und Sa-So 12-24 Uhr.

Fam Dang, Torstr. 125, 10119 Berlin-Mitte, geöffnet täglich 12-24 Uhr.

Cô Cô – bánh mì deli, Rosenthaler Str.2, 10119 Berlin-Mitte, Mo-Do und So 11-22 Uhr und Fr-Sa 11-24 Uhr.

Belegte Brötchen für Feinschmecker

19 Dez

Es muss mittags ja nicht immer was Großes sein. Satt macht auch mal ein belegtes Brötchen. Am liebsten keines mit Margarine und Aufschnitt, sondern eines mit Rucola, Parmaschinken und Pesto. Oder Büffelmozzarella, getrockneten Tomaten und Avocado. Oder doch lieber Radicchio und Gorgonzola? Was auch immer das Herz begehrt: Die Paninoteca verkauft Focacce und Ciabatte für jeden Geschmack.

Der kleine Laden am Oranienburger Tor offeriert neben belegten italienischen Brotklassikern, die allesamt nach Opernhelden und -heldinnen benannt sind, auch Salate, Gratins und Quiches. Besonders lecker und sättigend ist das mit dem Gratin des Tages (Lauch, Mangold o.ä.) belegte Focaccia. Angeboten werden neben den belegten Broten auch selbstgebackene Kuchen und original-italienische Süßigkeiten für zwischendurch. Die Speisen sind allesamt selbst gemacht und überzeugen durch hohe Qualität. Der Preis bleibt dabei im Rahmen.

Vormittags, wenn die Futtermeute noch nicht eingefallen ist

Um die Mittagszeit herum ist die Paninoteca stets gut besucht. Es kann dann ein wenig eng werden. Wenn man sein Panino hingegen bereits am Vormittag holt, dann kann man den freundlichen Damen bei der Zubereitung zusehen und ggf. auch noch Wünsche äußern. Gegessen werden kann vor Ort an einem der Bartische  oder aber einfach unterwegs.

Wer der mediterranen Küche überdrüssig geworden ist und belegte Brötchen nach italienischer Art zum Gähnen langweilig findet, den überzeugt möglicherweise das Fusion Frühstück beim Cô Cô. Ebenfalls in Mitte gelegen, werden dort Baguettes mit vietnamesischen Zutaten wie Zitronengras und Koriander verkauft. Klingt lecker, habe ich aber noch nicht selber testen können, sondern im Nimmersatt Blog entdeckt.

Adressen:

Paninoteca, Friedrichstr. 128, 10117 Berlin-Mitte. geöffnet Mo-Fr 10-17 Uhr.

Cô Cô, Rosenthaler Str. 2, 10119 Berlin, Mitte, Mo-Do und So 11-22 Uhr und Fr-Sa 11-24 Uhr.

Dim Sum heißt „das Herz berühren“

14 Dez

Im Studentenwohnheim muss man sich in Toleranz üben. Meine chinesischen Mitbewohner haben mir einst viel davon abverlangt. Den ganzen Tag über wurden die Herdplatten blockiert und der Kühlschrank mit Lebensmitteln vollgestopft. Wie überflüssig, dachte ich damals bei meinem Miracoli-Gericht. Bis ich das erste Mal von ihnen zum Dim Sum Essen eingeladen wurde. Das war so herzlich und lecker und hat mich aus den Engen meines Salami-Vegetarismus herausgeführt.

Dim Sum sind kleine mit Fleisch, Shrimps oder Süßem gefüllte Teigtaschen, die entweder gedämpft oder frittiert in einem Bambuskörbchen serviert werden. Sie sind fester Bestandteil der kantonesischen Küche und ein wenig vergleichbar mit russischen Pelmeni oder türkischen Manti. Nur einen Ticken größer und mit Soja- oder Chilisauce verfeinert. Außerdem werden sie nicht als Hauptmahlzeit serviert, sondern vielmehr als kleiner Snack zwischendurch. Das klingt so simpel und ist doch so gut. Und findet in Berlin auch immer mehr Anhänger.

Homemade Dumplings gibt es in der Hauptstadt mittlerweile an jeder Ecke. Oft stammen die Dim Sum jedoch  aus der Tiefkühltruhe. „Homemade“ ist in diesen Fällen dann nur das Dämpfen oder Frittieren. Leckere, wirklich hausgemachte Dim Sum sind deutlich schwieriger zu finden. Sie tischt beispielsweise das Lucky Star auf.

Im Lucky Star tummeln sich viele Chinesen. Der Laden ist immer voll und der Service sehr freundlich. Das spricht für den Laden und eine authentische Erfahrung. Die meisten Gäste kommen zum Hot Pot Essen. Vor oder nach dem opulenten Brühe-Fondue werden dann oftmals noch Dim Sum bestellt. Ich staune immer wieder über die Unmengen an Lebensmitteln, die in den Mägen der zierlichen Chinesen Platz haben. Mir genügen da schon eine Portion Dim Sum und ein Seetangsalat vorneweg. Natürlich gibt es auch noch eine Reihe anderer kantonesischer Gerichte auf der Karte.

Meine ungeschlagenen Favoriten sind die gedämpften Dim Sum, die wie Hefeklöße ausschauen und leicht süß im Geschmack sind: Cha Siu Bau. Gefüllt sind sie mit Schweinehack. Auf der Karte erkennt man sie sofort, weil sie so überhaupt nicht formschön sind. Sie sehen wie zerrupfte Dampfnudeln aus. Nichts fürs Auge und erst recht nichts fürs Foto, wie ich feststellen musste. Wie ein verknautschtes Gesicht im Bambuskörbchen. „Lass mich weiterschlafen und mach das Licht aus!“ scheint es mir sagen zu wollen. Nein, wirklich nicht fotogen das. Aber – suuuperlecker!

Adresse:

Lucky Star, Friedrichstr.  127, 10117 Berlin-Mitte,  geöffnet Mo-Fr ab 12 Uhr und Sa-So ab 17 Uhr.

Bratapfel, Baumkuchen & Co auf Japanisch

9 Dez

Der Zufall führte mich heute ins Nazuna. Japanische Delikatessen und Süßigkeiten steht dort über der Tür. Das sprach mich sofort an und ich ging hinein. Die Auslage wirkte äußerst verlockend: Angeboten werden im Nazuna Bentoboxen mit wöchentlich wechselnden Inhalten sowie Snacks wie beispielsweise eingelegter Spinat oder Sojabohnen mit Algen für den kleinen Hunger. Neben den ausgewogenen Menüs stehen den Gästen eine Reihe selbstkreierter Süßspeisen zur Wahl.

Die Süßspeisen sind japanisch, muten aber der Jahreszeit entsprechend sehr weihnachtlich an. Echte Fusion Sweets eben.  So wird z.B. ein sehr leckerer Stollen nach japanischer Art verkauft. Ebenso Bratapfelkanten aus Gelee, Macha-Baumkuchen und selbstgegossene Lutscher, Pralinen und Schokoladen. Ich entschied mich für ein Stück Cheesecake mit Sojasauce und schwarzen Bohnen. Sehr ungewöhnlich beim ersten Bissen, aber beim letzten war ich dann definitiv angefixt und versucht, das Nougat-Mousse mit süßem Birnengelee und süßem Sojasaucen-Gelee zu bestellen und ein paar Macha-Trüffel für unterwegs mitzunehmen. Die Tofu-Himbeer Creme mit Aprikosen-Safran-Agar eignet sich übrigens auch für Milcheiweiß- oder Glutenallergiker.

Cheesecake mal anders

Das Preisniveau im Nazuna ist hoch, im Vergleich zu anderen nahgelegenen Törtchen-Läden wie Albrechts Patisserie oder der unschlagbaren Werkstatt der Süße möglicherweise auch etwas zu hoch. Für mein beschauliches Dessert habe ich 3 Euro bezahlt, ein kleiner Stollen kostet 7 Euro. Der Laden verkauft also definitiv keine Sattmacher, sondern Genießerstückchen von hoher Qualität, allesamt selbst gemacht und ein Fest für die Augen. Und mal ehrlich, in Japan wären die auch nicht günstiger.

Überhaupt zahlt man im Nazuna nicht nur für das Essen, sondern auch für den Service. Der ist überaus freundlich, informiert ausgiebig über die angebotenen Speisen und lässt einen auch mal probieren.  Gegessen werden kann vor Ort, allerdings gibt es nur zwei Tische. Ich habe mein Küchlein daher einpacken lassen. Dank stabilem Plastikbehältnis gelang dann auch noch ein schönes Foto.

Nazuna, Danziger Str. 65, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-Fr 12-20 Uhr und Sa 12-18 Uhr.

Albrechts Patisserie, Rykestr. 39, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Mo-Fr 9-18 Uhr und Sa und So 10-18 Uhr.

Werkstatt der Süße, Husemannstr. 25, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, geöffnet Di-So 10-18 Uhr.