Tag Archives: Charlottenburg

Totally Thai

25 Dez

Thai Currys sind gesund. Knackiges Gemüse, würzige Schärfe und cremige Kokosmilch sorgen für den ultimativen Gaumenkitzel in Rot, Grün oder Gelb. Und weils auch vegetarisch so lecker mit Tofu schmeckt, futtere ich mich schon seit Monaten durch die Thaiküchen Berlins. Dabei habe ich zwei Lokalitäten entdeckt, die ich wärmstens empfehlen würde:

Die erste dürfte den meisten bekannt sein: Das Papaya ist eine sich durch einige Bezirke Berlins fädelnde Kette. Mein Favorit ist die Dependance auf der Kantstraße. Dort kommt das Curry im Topf und köchelt auf einem Stövchen. Der Schärfegrad liegt bei Mittel, kann aber auf Wunsch variiert werden. Vegetarische Varianten halten sich in Grenzen, Fleischesser hingegen haben die Qual der Wal. Und wer mal gar keine Lust auf ein Curry hat, der kann frisches Gemüse, Tofu und Neuhlandfleisch auch angebraten in schmackhaften Kreationen genießen. Eine Reihe von Vorspeisen runden das Ganze ab und wenn einer auf Thai Snacks und Süßspeisen vor dem heimischen Fernseher steht, dann kann er diese auch für Zuhause erwerben.  Vom Ambiente her ist das Lokal schlicht, aber freundlich eingerichtet. Etwas schicker ist der Ableger in Schöneberg, dafür steigt hier allerdings auch das Preisniveau. Falls Interesse für Hochzeiten oder Empfänge mit Thaihäppchen besteht: Neben dem Restaurantbetrieb wird auch gecatert.

Rotes Curry aufm Stövchen

Rotes Curry aufm Stövchen

Weniger zentral, dafür geschmacklich on top ist das Good Time in Zehlendorf. Direkt am S-Bahnhof gelegen kann man hier neben thailändischen Currys auch noch indonesische Speisen wie Gado Gado probieren. Die Preise sind hoch, weshalb das Mittagsangebot zu beachten ist: Für etwa 10 Euro bekommt man neben einem Hauptgang auch noch eine Vorspeise serviert: etwa ein knackiger Salat mit Mango Dressing oder eine krossgebackene Frühlingsrolle mit schickem Dekor. Auch die sonst hochpreisigen Fruchtcocktails erhält man um die Mittagszeit reduziert: Der Goodtime Flip, bestehend aus Orange, Mango und Honigmelone landet als wahres Kunstwerk auf dem Tisch und mundet vorzüglich. Eine zweite Goodtime Filiale befindet sich in Mitte, ausprobiert habe ich sie aber noch nicht.

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Vorspeise mit Goodtime Flip

Adressen:

Papaya, Kantstraße 122, 10625 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich von 12 bis 23 Uhr.

Goodtime, Teltower Damm 46, 14167 Berlin, geöffnet täglich von 12 bis 24 Uhr.

Altbewährtes aus Kindertagen

7 Jan

Die Zeit anhalten, dem Wandel trotzen.  In Charlottenburg scheint das zu gehen. Da war früher vieles, wie’s heute ist. Kulinarische Perlen ohne jegliche Prätention. Solche Traditionsrestaurants sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Dort findet man gleichbleibende Qualität und guten Service. Dort dinieren kiezverbunde Stammgäste und Touristen trifft man nur selten.

So befindet sich in der Kanstraße  das Portofino, Berlins älteste Pizzeria. Noch immer versüßen einem dort die an der Wand befestigten Autogramme längst vergessener Seriensternchen das Warten, während der Bäcker den Teig durch die Luft wirbelt. Auf dem Kudamm gibt es die Schildkröte. Der frühere „Hühner-Hugo“ erfreut Berliner seit 1936 mit deftigen Speisen. Touris gibt es hier ebenfalls, allerdings nur Japaner und Norweger. Die wetteifern im Herunterschlingen von Eisbein,  Ente oder warmen Apfelbeignes mit Vanillesauce. Auch hier lächelt die Prominenz vergangener Tage von der Wand.

Kürzlich entdeckte ich jedoch den König unter den schmuddelschicken Traditionsrestaurants. Der Grieche Ach!Niko Ach! ist zwar erst in den süßen Zwanzigern, versprüht jedoch einen Charme wie die alten: Kitschige Deko, üppige Portionen und dazu Ouzo in rauhen Mengen! Das Essen schmeckt gut, auch wenn man sich danach nicht mehr unter Leute traut. Knoblauchbrot und Tzatziki waren ausgezeichnet und nach dem einen oder anderen Schnaps tanzte das ganze Lokal zur griechischen Live Musik durch den Raum. Das macht riesigen Spaß! Vor allem Griechen kehren im Ach!Niko Ach! ein, wodurch es authentisch ist undnicht langweilig wird. Und klar, auch hier schmücken Lindensträßler und Schlagerstars die Lokalwände.

Das Ach!Niko Ach! liegt direkt auf dem Kudamm und ist leicht zu finden. Das Essen ist günstig – sofern  man sich die Reste einpacken lässt und ein Wochende davon zehrt. Denn bei den Riesenportionen ist das ohne Weiteres möglich.

Adressen:

Pizzeria Portofino, Kantstr. 63, 10627 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich von 12-24 Uhr.

Schildkröte, Kurfürstendamm 212, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Ach!Niko Ach!, Kurfürstendann 97-98, 10709 Berlin-Charlottenburg, geöffnet täglich ab 11 Uhr bis der letzte Gast geht.

Schweben lernen

30 Dez

Ich finde den Jahreswechsel in Berlin ja immer ganz grässlich. Kaum hat der Feuerwerksverkauf begonnen, fühlt man sich wie im Krieg. Da huscht man von einem Hauseingang zum nächsten und kann dem unkontrollierten Böllerhagel doch nicht entgehen.  Zu Hause begrüßt einen nichtmals die Katze, weil sie vor Schreck unters Bett geflüchtet ist. Da will man nur noch den Pausenknopf drücken. Zum Beispiel mit einem Floating.

Beim Floating wird Tiefenentspannung in einem mit konzentriertem Salzwasser gefüllten Floating Tank erreicht. Darin treibt man von sämtlichen Außenreizen abgeschottet für etwa eine Stunde auf der Oberfläche. Wie im toten Meer, nur ohne Sonne. Stattdessen gibt es verschiedene Licht- und Toneffekte, die zusätzlich beruhigen.  Auf diese Weise behandelt man mit dem Heilschwebebad Burn-Out Patienten oder auch gerne Großstadtneurotiker.  Ausprobieren kann man das in diversen Wellness-Klitschen oder aber ganz seriös im  Bio Medizinischen Therapiezentrum. Klingt prätentiös, ist aber einen Ausflug Wert.

Das Bio Medizinische Therapiezentrum in Charlottenburg bietet neben medizinischen Floatings auch innovative Behandlungsmethoden bei Neurodermitis, Akne oder Rhema. In wiefern die helfen, wage ich nicht zu beurteilen. Das Floating tut jedenfalls gut. Sofern man keinen sehr niedrigen Blutdruck, einen Herzschrittmacher, offene Wunden oder aber superempfindliche Haut hat. Sonst fängt es zwischen den Pobacken mächtig an zu jucken. Und Korken stellen sie einem da nicht bereit. Schließlich soll man sich fühlen wie ein Embryo – freischwebend im Uterus.

Jedem Patienten bzw. Gast steht für die Dauer seines Aufenthalts eine Extra-Raum zur Verfügung, indem sich der Floating Tank, der etwa 2×2 Meter misst, und eine Dusche befinden. Darüber hinaus erhält der Patient einen Bademantel, Handtücher und Schläppchen. Ein Nackenhörnchen liegt ebenfalls bereit. Das Floating dauert circa eine Stunde. Licht- und Toneffekte können dabei vom Patienten individuell gesteuert werden.  Anschließend geht es in einen Ruheraum, in dem bequeme Liegen und Kaltgetränke auf den Patienten warten. Den Ruheraum muss man sich leider teilen, aber die oberen Zehntausend der Stadt wissen sich ja zu benehmen.

Der Besuch im Bio Medizinischen Therapiezentrum ist nicht unschlagbar günstig, eignet sich aber prima als Geschenk für besondere Anlässe.  Zum Beispiel an fleißige Berliner Business Punks, die man heroisch vor dem frühzeitigen Burn Out bewahren will. Derzeit gibt es eine Weihnachtsgutschein-Aktion für die Floatings. Und wenn der Beschenkte dann doch zu beschäftigt ist, um diesen einzulösen, kann man ja immer noch selber hingehen.

Adresse:

Bio Medizinisches Therapiezentrum, Karlsruher Str. 20, 10711 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Mo-Fr 6-22 Uhr und Sa-So 8-18 Uhr.

Wohlig warme Saunen

12 Dez

Wenn’s draußen richtig kalt ist, ist Sauna genau richtig. Sie stärkt das Immunsystem und reinigt die Haut. Finnen schwimmen nach der Sauna gerne im Eisloch – die Berliner lieber in der Therme. Dabei kann man entspannen und den Alltag vergessen. Drei sogenannte „Wellness-Oasen“, die Sauna und Therme kombinieren, habe ich ausprobiert und für gut befunden.

Besonders schick kommt in Berlin das Liquidrom daher. Schon die Website verspricht ein Erlebnis der Extraklasse. Keins für Gabi und Klaus, sondern eins für Clubgänger, Workoholics und Ästheten. Naja – seitdem jeder Reiseführer darüber schreibt, stößt man auch mal auf Abschlussklassen und Eltern mit Anhang. Die hippe Grotte mutiert flugs zur Badeanstalt. An Sonntagen im Winter werden  auch schon mal Wartelisten geführt.  Ein Besuch lohnt sich daher vor allem werktags ab 10 Uhr. Dann ist es sauber und leer und man startet gleich mit dem ersten Aufguss.

Ein Saunabesuch in der kalten Jahreszeit - hach!

Zum ersten Aufguss gab es für mich ein Salzpeeling. Sehr angenehm. Für den letzten Aufguss dann Honig. Dazwischen kann man sich die Zeit in den Saunen, dem Dampfbad oder im Schwimmbecken vertreiben.  Dort liegen Schaumstoffröhren bereit, aus denen man sich ein Kopfkissen basteln und der elektronischen Unterwassermusik lauschen kann. Hin und wieder gibt es auch Jazz und finnischen Tango auf die Ohren. Live-Musik gibt es auch regelmäßig. Allerdings abends und da ist es voll. Bei gutem Wetter kann man zum Entspannen auch das japanische Becken im Außenbereich nutzen. Wellnessmassagen und Hamamanwendungen werden ebenfalls angeboten.

Für den kleinen Hunger und Durst gibt es kleine Snacks und Lassis. Bezahlt wird am Tresen bargeldfrei mittels Armband. Der Betrag ist beim Verlassen an der Kasse zu entrichten. Das Liquidrom kann wahlweise 2 h, 4 h oder den ganzen Tag über besucht werden. Für die Tageskarte zahlt man 29,50 Euro. Bademäntel, Handtücher und Schlappen kann man sich leihen. Wer sie mitbringt, kann sich hinterher noch ein gutes Abendessen leisten.

Wem das Liquidrom zu überlaufen ist, der könnte Freude am Centro Vital finden. Das Hotel befindet sich in Spandau, also j.w.d. (janz weit draußen, wie die Berliner sagen). Es verfügt über einen riesigen Wellness-Bereich inklusive Schwimmbecken und Saunen. Im Winter gibt es oft Angebote, die eine Tageskarte mit einer Massage kombinieren. Einzeln kostet die Tageskarte 25 Euro. Das Klientel ist weniger hip, dafür kommt man zur Ruhe.

Mein letzter Tipp steht in Sachen „Hipness“  ganz hinten an – es sei denn, die 80er sind hip. Die Thermen im Europa-Center sind nämlich ein Relikt aus den Zeiten, in denen Berlin noch die Mauer umgab, und entsprechend oll anzusehen. Statt Schieferstein und Elektro gibt’s hier glatte Fliesen und ’nen schnauzbärtigen Keyboarder im Bademantel . Dafür ist die Sauna seit jeher für tolle Aufgüsse bekannt. Slibovice fand ich zwar gewöhnungsbedürftig, aber der Saunameister kennt sich aus. Ich hatte einen schönen Tagesaufenthalt und ins Geld ging er mit 18,80 Euro auch nicht.

Adressen:

Liquidrom, Möckernstr. 10, 10963 Berlin-Kreuzberg, geöffnet So-Do 10-24 Uhr und Fr-Sa 10-1 Uhr.

Centro Vital,Neuendorfer Straße 25, 13585 Berlin-Spandau, geöffnet Mo- Sa 7-23 uhr und So und feiertags 7-22 Uhr.

Thermen am Europacenter, Nürnberger Straße 7, 10787 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Mo-Sa 10-24 uhr und So und feiertags 10-21 Uhr.

Thanks for All the Fish, Berlin!

7 Dez

Der zweite vernieselte Tag in Folge und schon fühlt man sich an den letzten London-Trip erinnert – und hat glatt Lust auf Fish & Chips. Das gibt’s zum Glück im Prenzlauer Berg. Mitten auf der Kastanienallee. Toll! Eine gute Portion Fett im Bauch und schon ist der Tag gerettet.

Das Fishing for Compliments serviert wirklich großzügige Portionen. Zwar nicht originalgetreu in Zeitungspapier eingewickelt, dafür aber von guter Bio-Qualität und mit köstlichen Dips: Zitronen-Kräuter-Remoulade, Sweet-Chili-Sauce und einiges mehr. Selbstverständlich steht an jedem Platz auch eine Flasche Malt Vinegar bereit. Und eine Scheibe Zitrone bekommt man ebenfalls zum Fisch gereicht.

Fisch und Fritten sind nicht fotogen, das Logo von Fishing for Compliments hingegen schon

Ein Edelimbiss also. Einer, der in der Mittagspause zum Verweilen einlädt und am Abend vor dem Ausgehen eine gute Grundlage schafft. Denn die Portionen sind wirklich mächtig und nur bei gutem Hunger  zu schaffen. Dabei zahlt man nur 3,80 Euro, was ich für Bio-Pommes und Weißfisch von besserer Qualität durchaus akzeptabel finde.

Neben dem Klassiker Fish & Chips werden im Fishing for Compliments auch hausgemachte Suppen und Salate serviert. Pangasius, Seelachs und Scholle im Großformat und Kalamares sind natürlich auch auf der Karte.  Zum Nachtisch wird Hash Brown (Kartoffelpuffer) mit Vanille-Eis angeboten. Alles very British und einen Besuch wert!

Wer nun Lust auf Fisch bekommen hat, aber doch eher den German Style bevorzugt, dem empfehle ich das Rogacki. Der etwas in die Jahre, aber nicht aus der Mode gekommene Delikatessen-Imbiss ist seit fast 100 Jahren der ungeschlagene Favorit West-Berlins. Jeder Zweite bestellt dort den Filetklassiker mit Kartoffelsalat. Sehr frisch und lecker und besser als bei Oma. Neben Fisch werden bei Rogacki auch Fleisch- und Backwaren verkauft.

Wem das in Sachen Fisch alles zu geerdet erscheint, der kann ja im Fischers Fritz reservieren. Davon hörte ich nur Ausgezeichnetes, konnte mich bislang aber noch nicht davon überzeugen. Würde mich bei den Preisen wohl auch meinen Sommerurlaub kosten.

Adressen:

Fishing for Compliments, Kastanienallee 23, 10435 Belin, geöffnet immer ab 12 Uhr.

Rogacki, Wilmersdorfer Str. 145/46, 10585 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Mo-Mi 9-18 Uhr, Do 9-19 Uhr, Fr 8-19 Uhr und Sa 8-16 Uhr.

Fischers Fritz, Charlottenstr. 49, 10117 Berlin-Mitte, geöffnet Mo-So mittags 12-14 Uhr und abends 18:30-22:30.

Chocolate con churros

6 Dez

Kennst du eigentlich Churros? In Lateinamerika und Spanien liebt man dieses heiße Spritzgebäck, das in Öl frittiert und anschließend mit Zucker bestreut wird. Leider gibt es hierzulande Vergleichbares meist nur auf dem Weihnachtsmarkt in Form von Krapfen. Und die schmecken oft pappig und alt.

Gegenüber langweiligen Krapfen genießen Churros einen großen Vorzug: Sie werden traditionell zum Frühstück oder einfach mal zwischendurch in dickflüssige heiße Schokolade getunkt! Nennt sich dann Chocolate con churros und schmeckt einfach köstlich! Denn die sahnige Schokolade ist ein echtes Trauerklößchen: Sie fegt Winterdepressiönchen ratzfatz weg und lässt Endorphine Purzelbäume schlagen. Sie macht pappsatt, (ziemlich dick) und sooo glücklich.  Wie fein, dass es solch ein Angebot auch in Berlin gibt!  Nämlich im nibs cacao.

Kleines Portiönchen mit großer Wirkung

Das nibs cacao ist keine reine Churreria, sondern hat sich auf feine Kakao-Spezialitäten aus der ganzen Welt spezialisiert. Man bekommt dort selbstgebackene Schokoladenkuchen und Valrhona-Pralinen, schokoladigen Brotaufstrich der besonders feinen Art und eben die oben genannte Chocolate con churros. Mehrmals schon bin ich dort gewesen und war jedes Mal sehr zufrieden.

Ein wenig eng ist es mit nur zwei Tischen, aber gemütlich. Genau das richtige für die Einkehr nach einem Spaziergang. Nur wer zuvor bereits in einem der Restaurants auf  der Bleibtreustraße gegessen hat, für den ist die Chocolate con churros unter Umständen sogar etwas zu mächtig. Schließlich wird sie mit Sahne angerührt und deckt den gefühlten Kalorienbedarf eines Elefanten. Die Mini-Variante mit einem einzelnen Churro und einer halben Tasse Schoki dürfte dann allemal ausreichen.

Das niedliche Schokoladencafé nibs cacao befindet sich unmittelbar hinterm S-Bahnhof Savignyplatz auf der Bleibtreustraße. Verzehren sollte man die Chocolate con churros allerdings unbedingt warm, d.h. vor Ort.  Denn sonst tut’s auch der Gang über den Weihnachtsmarkt zu den Krapfen.

Adresse:

nibs cacao, Bleibtreustr. 46, 10623 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Mo-Sa 11-20 Uhr und So 13-19 Uhr.

Märchenabend mit Cupcakes

5 Dez

Die Leute lieben sie, doch nur wenigen gelingen sie so, wie sie in in ihrer Heimat, den USA, schmecken. Die Rede ist von Cupcakes, den fluffigen köstlichen Küchlein mit Butterkremhaube und verspielter Verzierung. Die sind so lecker und wunderbar anzusehen, dass sie sich hervorragend als Mitbringsel zum Kaffeekranz eignen und für den Relax-Abend vor dem Fernseher beinahe zu schade sind. Trotzdem – im Winter ist es erlaubt, die kalorienreichen Kunstwerke auch mal beim Lesen oder Fernsehen zu naschen. Noch schöner ist es aber, damit eine Adventsfeier oder gar einen Märchenabend zu versüßen. Denn genau daran erinnern mich die schön verzierten Hauben aus Butterkrem, Zuckerperlen und Schokoraspeln immer wieder.

In den vergangenen Jahren haben in Berlin eine Reihe von Läden mit dem Anspruch eröffnet, ihren Besuchern originalgetreue Cupcakes zu präsentieren. Besonders gut gelingt dies, wie ich finde, den Besitzern des allerersten Berliner Cupcake-Ladens Cupcake. Den findet man im Friedrichshainer Simon-Dach-Kiez. Der Laden lockt mit einer täglich wechselnden Auswahl an Cupcakes, von denen mindestens einer immer vegan ist. Für laktoseintolerante Süßmäuler also ein Paradies!

Verführerisch die zwei, nicht?

Warum also zu Cupcake fahren und nicht die Variante vom McCafé um die Ecke kaufen? Weil Cupcake einfach besser ist. Die amerikanische Besitzerin weiß, was sie tut, wenn sie den Teig der Cupcakes so wunderbar locker und mit einer leicht salzigen Note bäckt, die den Geschmack der reichhaltigen Butterkrem nochmals kräftig unterstreicht. Mit der Krem wird auch nicht gegeizt – wer im Café seinen Cupcake nicht schafft, kann sich ein Care-Paket für den Heimweg packen lassen, das in der schicken Transportbox auch sicher nach Hause gelangt, wo dann weiter gemampft werden kann.

Bei Erdbeer, Schoko und Banane fällt die Entscheidung nicht leicht...

Cupcake wartet auch mit der Zwergvariante der Cupcakes, den Babycakes auf. Ernsthafte Konkurrenz bekommt der gemütliche Laden derzeit von Niki’s Cakes. Etwas unscheinbarer und weniger trendy an der Charlottenburger U-Bahn-Station Sophie-Charlotte-Platz gelegen, gibt es hier Cupcakes und mehr nach amerikanischem Originalrezept. Wer in der City-West zu Hause ist, darf sich also künftig über den wechselnden Cupcake of the Month und weitere traditionelle Köstlichkeiten von typisch-amerikanischer „Richness“ freuen.

Adressen:

Cupcake, Krossener Sr. 12, 10245 Berlin-Friedrichshain, geöffnet Mo-Di 13-19 Uhr und Mi-So 12-19 Uhr

Niki’s Cakes, Windscheidstr. 1, 10627 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Di-Sa 11-18 Uhr und So 12-18 Uhr.