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Pancakes – Amerikanisches Frühstück

6 Jan

Zum Neujahrsbeginn gab’s noch einmal  Frühstück. Selbstgemacht und mit ganz viel Liebe. Diesmal nach einem Rezept aus einem James Rizzi Kochbuch: Buttermilk Pancakes. Schnell sind dafür Eier, Buttermilch, Öl und Mehl zusammengemischt, eine Prise Salz und etwas Zimt  untergehoben und ein Teelöffel Backpulver eingestreut.  Nach einer kurzen Gehzeit werden die Pancakes dann in einer Pfanne erhitzt und kommen servierfertig auf den Tisch. Wer größere Mengen bäckt, der kann die Pancakes bis zum Servieren bei 50 ° C  im Ofen warm halten.

Ein wirklich praktisches Küchenutensil

Für die Zubereitung eignet sich hervorragend eine kleine Blini Pfanne, die ich in Finnland erwerben konnte. Sie beinhaltet vier Mulden, in die man den Teig für die kleinen Küchlein geben kann. In Deutschland habe ich ein solches Hilfsmittel leider noch nicht entdeckt. Mit etwas Übung brennen die Pancakes  nicht an, sondern werden goldbraun und schmecken vorzüglich.

Zu den Pancakes wird klassischerweise Ahornsirup gereicht. Auch Früchte schmecken dazu sehr gut. Besonders lecker ist eine Kombination aus Obst und Schokoladenkrem – z.B. Samba aus dem Bioladen mit 45 % Haselnussanteil und geschmacksintensivem Vollrohrzucker. Samba und Bananenscheiben lachen grauen Wintertagen ins Gesicht!

Süße Symphonie aus Äpfeln und Ahornsirup

Die amerikanischen Pancakes sind fluffig, dick und eher teigig. Wer es lieber dünn und durch mag, dem empfehle ich französische Crepes. Die gelingen ohne Crepe-Bräter oftmals nicht selbst. Ich weiß aber, wo ich mir demnächst mal den Bauch damit vollschlage: Natürlich nicht am keimigen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, sondern in der Friedrichshagener Creperie. Janz weit draußen, aber voll auf der Höhe mit ihrem Angebot.

Adresse:

La Creperie, Aßmannstr. 48, 12587 Berlin-Friedrichshagen, geöffnet Di-So 12-20 Uhr und Fr-Sa 12-22 Uhr.

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Kahvalti – Türkisches Frühstück

31 Dez

An trüben Tagen gibt es meistens kein Frühstück. Ein opulentes Morgenmahl ist hingegen schon ein Grund, für den sich das Aufstehen lohnt. Die schicken Berliner Kieze locken mit netten Cafés, in denen man ausgiebig frühstücken kann. Französisch, Englisch oder Skandinavisch – alles, was das Weltenbürgerherz begehrt –  nur ein gutes türkisches Frühstück konnte ich bislang nicht finden. Aber nicht schlimm. Dafür gibt’s im Wedding oder Kreuzkölln zahlreiche Läden, in denen man alle dafür notwendigen Zutaten bekommt. So zaubert man sich flugs sein eigenes Kahvalti.

Rund um den Gesundbrunnen z.B. findet man alles, was man fürs Kahvalti benötigt: Da gibt es die typischen Simit (Sesamkringel) und Fladenbrot. Außerdem bekommt man dort Kasar-Käse. Der wird, wenn er gut ist, aus Schafs- oder Ziegenmilch hergestellt. Er schmeckt besonders intensiv, wenn man ihn vor dem Verzehr ein paar Tage in einer Marinade aus  Olivenöl, Kräutern und Chili einlagert. Das spart nicht gerade Kalorien, tut aber der Seele gut.  Unbedingt zum Kahvalti dazu gehören auch gute Oliven, z.b. milchsauer vergorene. Die sehen zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, schmecken dafür aber leicht säuerlich und viel aromatischer als die eingefärbten schwarzen.

Türkischer Mokka - typischerweise auf Sand gekocht

Süßmäulern könnte zum Weißbrot ein Belag aus Tahin und Pekmes schmecken. Das ist ein wenig vergleichbar mit der amerikanischen Kombination aus Peanutbutter & Jelly, aber sehr viel gesünder. Tahin ist eine aus Sesamöl gewonnene Creme, die oft auch im Bioladen vekauft wird. Den Traubensyrup Pekmes gibt es hingegen nur beim Türken.  Gut schmeckt dazu auch Cökelek, eine Art salziger Quark, den man wie Frischkäse aufs Brot auftragen kann. Leider bekommt man ihn nicht in jedem türkischen Laden.

Ein Frühstück wird dann erst königlich, wenn man es mit warmen Speisen kombiniert: Zum Beispiel in Öl angebratenen SucukWurstscheiben oder aber Menemen. Das ist eine Art Rührei, dem Eier, Tomaten, Paprika und Zwiebeln hinzugefügt werden. Gewürzt wird das Ganze kräftig mit Pfeffer. Auch Sucuk kann stückweise hinzu gefügt werden.

Wer frische Pfefferminze im Laden bekommt, kann zum Kahvalti selbstgemachten Minztee reichen. Ansonsten werden sich die Frühstückstgäste  über türkischen Mokka freuen. Am liebsten mit dem Gaskocher zubereitet und stark gesüßt. Das macht wach und sorgt für ein sonniges Gemüt auch im kältesten Winter.

Adresse:

My home – my castle.