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Wandern mit Lamas: Ein Erlebnisbericht

8 Dez

Wer hätte gedacht, dass es einen Grund für einen freiwilligen Ausflug nach Königs Wusterhausen gibt? Es gibt ihn und er hat nichts mit Selbstbestrafung zu tun. Es ist der Märkische Lamahof, der die  stattliche Lamaherde von Anita Selig und zwei Alpakas beherbergt. Besucher können hier viel über die kleinen Kameliden lernen und mit ihnen geführte Wanderungen unternehmen. In der kalten Winterzeit wird unterwegs sogar Glühwein ausgeschenkt. Darüber hinaus werden im Hofladen Wolle und Rohwolle zum Verkauf angeboten.

Der Nachmittag mit den Lamas macht von Anfang an Spaß. Sobald man sich dem Lamahof nähert, recken sich einem schon die neugierigen Gesichter der Tiere entgegen. Man schaut in ganz liebe Lama-Augen. Dabei vergisst man schnell, mit welch schweren Kolossen man es  zu tun hat. Die Besitzerin weist daher auch gleich darauf hin, dass Lamas keine Kuscheltiere sind und nicht umarmt werden möchten. Stattdessen eignen sie sich hervorragend als Lastenträger und Therapietiere. Sie strahlen Ruhe, Geduld und Gelassenheit aus, was sich beim Wandern auf die menschlichen Begleiter überträgt.

Ein seltener Schnappschuss von vorn - Lama Corwin

Zunächst werden die Besucher in die Lama- und Alpakakunde eingeführt. Danach werden die Tiere zusammengetrieben und  jedem Teilnehmer eines zugeteilt. Auf der Internetseite kann man vorab einen Favoriten wählen, in der Regel entscheidet sich das aber spontan vor Ort. Denn die Lamas verfügen über ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und ihre Befindlichkeiten wechseln. Entsprechend werden sie ihren menschlichen Begleitern zugeteilt und in der Lama-Karawane platziert. Dann geht es los, das Lama an der Leine im Abstand von jeweils 1-2 Metern hintereinander.

Die Tour führt an der Wohngegend vorbei und in ein nahe gelegenes Waldstück hinein. Hinter den Fenstern winken Kinder.  Die Lamas fixieren ihre Begleiter und entwickeln sehr schnell ein Gespür für deren Wesen. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Lama etwas mürrisch ist und entnervte Knurrlaute von sich gibt. Lässt man es dann ein wenig grasen, legt sich das schnell. Streicheln darf man am Hals, aber nicht am Kopf. Fotos gelingen fast immer nur von der Seite. Profilneurotiker eben.

Alpaka Sultan mit schicker Sturmfrisur

Zum Schluss der Wanderung gelangt man zu einem Gehege mit Lamastuten. Hier darf gefüttert werden von Hand zu Mund. Das macht Spaß und bietet Gelegenheit für Schnappschüsse. Spätestens jetzt hat man ein neues Lieblingstier. Zuhause werden die Bilder dann stolz den Freunden gezeigt.

Insgesamt dauert die Glühweintour etwa 3- 3,5 Stunden. Der Andrang ist groß, weil es vor kurzem eine Groupon-Aktion mit rabattierten Gutscheinen gab. Regulär kostet die Wanderung 30 Euro pro Person und Lama inkl. Getränk. Kinder zahlen 10 Euro. Erreichbar ist der Märkische Lamahof ab S-Bahnhof Königs Wusterhausen mit dem Bus bis zur Haltestelle Schenkendorf-Friedhof.

Adresse:

Märkischer Lamahof, Freiherr-von-Loeben-Str. 2, 15749 Mittenwalde OT Schenkendorf, telefonische Anmeldung unter 01522 8752653 erbeten.